Installation von Windows XP und weiterer Programme

+ andere TechDocs
+ Linux
+

Der folgende Text beschreibt Vorschläge, wie eine Windows-XP-Installation an die Bedürfnisse eher technisch orientierter Benutzer angepasst werden kann.



Inhalt

  1. Von CD booten
  2. Festplatte partitionieren
  3. Benutzername, Computername und Gastkonto
  4. AMD Cool'n'Quiet
  5. Bootreihenfolge, Windows-Bootmanager und Bootoptionen
  6. Geräte-Manager
  7. Bildschirmauflösung
  8. Taskleiste einrichten
  9. Windows-Explorer als Schnellstart-Icon der Taskleiste hinzufügen
  10. Windows-Explorer einrichten
  11. Verzeichnisfreigaben
  12. Zugang zum Domänen-Netzwerk
  13. MSN Explorer, Windows Messenger und .NET-Passport deaktivieren
  14. Einstellungen für Automatische Updates, Fehlerberichterstattung und Media Player
  15. Windows-Menüeinträge entfernen
  16. Datumsanzeige umstellen und DE aus Taskleiste entfernen
  17. Ordner 'Eigene Dateien'
  18. Drucker
  19. PDF
  20. OpenOffice.org
  21. Microsoft Office
  22. Programme ohne CD betreiben
  23. 'Autostart'-Ordner und 'Papierkorb' leeren
  24. CD-Autorun
  25. Startseite für Webbrowser
  26. Java
  27. E-Mail-Client
  28. Newsreader
  29. ZIP-Komprimierung
  30. Batchdateien
  31. Tools
  32. ping, nslookup, netstat, Admin-Rechte
  33. netstat, tasklist, taskkill
  34. Viren, Würmer, Tojaner und Dialer
  35. Backup
  36. BartPE


  1. Von CD booten

    Vor allen größeren Installationen sollte ein gründliches Backup aller Datendateien stattfinden. Hinweise dazu gibt es unten unter Backup.

    Kurz nach Einschalten des Rechners das BIOS-Setup starten. Die dafür notwendige Taste (meistens 'Del' = 'Entf') wird kurz am Bildschirm angezeigt (z.B. 'Press DEL to enter SETUP').

    Im BIOS-Setup die Boot-Reihenfolge so einstellen, dass zuerst von CD-ROM gebootet wird.

    Windows-XP-CD einlegen und von CD booten. Dafür muss kurz nach dem Einschalten des Rechners eine Taste gedrückt werden, wenn angezeigt wird: "Drücken Sie eine beliebige Taste, um von der CD zu starten ...".

    Funktioniert das Booten von CD nicht, kann notfalls auch mit einer Startdiskette (mit 'SmartDrv.exe' und CD-Unterstützung) gebootet werden und dann das Setup-Programm von der CD gestartet werden ('SmartDrv.exe' und '\i386\WinNT.exe' starten). Eine Startdiskette wird folgendermaßen erzeugt:
    Unter Windows 98/Me: 'Start' | 'Einstellungen' | 'Systemsteuerung' | 'Software' | 'Startdiskette'.
    Unter Windows XP: 'Start' | 'Alle Programme' | 'Zubehör' | 'Windows-Explorer' | '[+]' vor 'Arbeitsplatz' | rechte Maustaste auf '3.5-Diskette (A:)' | 'Formatieren...' | 'MS-DOS-Startdiskette erstellen'.
    Zur Installation von Windows XP stehen auch spezielle Tools zur Erstellung von Startdisketten zum Download zur Verfügung unter: http://www.microsoft.com/downloads.

  2. Festplatte partitionieren

    Oft wird die Festplatte in mehrere 'Partitionen' unterteilt. Außer für spezielle Zwecke sollte normalerweise keine Partition kleiner als 4 GByte sein, besser sind mindestens 40 GByte. Bei größeren Festplatten empfiehlt es sich, für jedes Betriebssystem eine eigene Partition einzurichten und eine weitere Partition für Daten vorzusehen. Installieren Sie nur ein Betriebssystem, wird die Festplatte oft in zwei ähnlich große Partitionen eingeteilt, die dann unter Windows zu den Laufwerken 'C:' und 'D:' werden.

    Empfehlenswert ist, auf der Betriebssystempartition (meistens Laufwerk 'C:') die Programmdateien zu installieren und alle eigenen Dateien auf der Datenpartition (meistens Laufwerk 'D:') zu speichern. Diese Trennung von Programmdateien und eigenen Dateien (Dokumente, Daten, ...) bietet zwei wichtige Vorteile: Eine Datensicherung (siehe unten Backup) wird erheblich erleichtert, und ein Update, ein Wechsel auf eine neuere Windows-Version oder eine Neuinstallation des Betriebssystems kann wesentlich leichter und vor allem gründlicher erfolgen, da einfach die gesamte Betriebssystempartition komplett gelöscht und neu 'formatiert' werden kann, so dass mit Sicherheit keine übrig gebliebenen 'Reste' ungewollt Instabilitäten verursachen können. Das Installieren einer neueren Windows-Version über eine bereits bestehende Windows-Version führt oft zu Problemen und sollte vermieden werden.

    Normalerweise wird während der Windows-XP-Installation auch die Festplatte partitioniert. Soll die Partitionseinteilung nachträglich geändert werden, empfiehlt sich die Benutzung anderer Partitionierungstools, wie z.B. Acronis Partition Expert.

    Soll als zweites Betriebssystem Linux installiert werden, sollte der dafür vorgesehene Festplattenbereich nicht mit der Windows-XP-CD partitioniert und erst recht nicht formatiert werden. Dies sollte von der Linux-Installations-CD aus erfolgen.

    Es gibt verschiedene Partitionstypen:

    Primäre Partition Früher gab es davon pro Festplatte meistens nur genau eine, die meistens die erste Partition war und auf der meistens das Hauptbetriebssystem installiert wurde (meistens Laufwerk 'C:'). Mittlerweile ist es oft üblich alle Partitionen als primäre anzulegen.
    Erweiterte Partition Enhält keine Daten, sondern dient lediglich als Behälter für 'logische Laufwerke'.
    Logische Laufwerke Davon können innerhalb einer 'erweiterten Partition' beliebig viele angelegt werden.

    Das Ergebnis der Partitionierung wird übersichtlich angezeigt unter:
    'Start' | rechter Mausklick auf 'Arbeitsplatz' | 'Verwalten' | 'Datenspeicher' | 'Datenträgerverwaltung'
    oder (je nach Windows-Version) unter:
    'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Verwaltung' | 'Computerverwaltung' | 'Datenspeicher' | 'Datenträgerverwaltung'.
    oder unter:
    'Start' | 'Systemsteuerung' | 'System und Wartung' | 'Verwaltung' | 'Computerverwaltung' | 'Datenspeicher' | 'Datenträgerverwaltung'.
    Dort kann auch ein Laufwerksbuchstabe geändert werden unter: entsprechendes 'Volume' markieren | 'Aktion' | 'Alle Tasks' | 'Laufwerkbuchstaben und -pfade ändern...'.
    Auch können dort noch nicht partitionierte Festplattenbereiche partitioniert werden.

    Unter Umständen müssen Maximalgrößen beachtet werden. Die üblichen so genannten 'Basisdatenträger' mit 'primären' und 'erweiterten' Partitionen sowie 'logischen Laufwerken' erlauben theoretisch bis 2048 GByte pro Partition. Größere Partitionen sind erst mit dem neuen noch wenig verbreiteten Partitionierungsschema 'dynamischer Datenträger' möglich, welches dann auch mehrere Platten zu einem Dateisystem zusammenfassen kann ('Spanned Volumes').

    Viele Partitionierungs- und Formatierungstools haben eigene Grenzen. FDisk.exe und Format.com kennen nur FAT16 und FAT32, können FAT16 bis zur Partitionsgröße von 2 GByte einrichten und haben bei FAT32 ab 64 GByte Berechnungprobleme. Bei den ersten Versionen des eigentlich neueren Windows XP ist die FAT32-Grenze sogar noch niedriger: 4 GByte für FAT16 und nur 32 GByte für FAT32. Aber unter Windows XP sollte ohnehin das stabilere Dateisystem NTFS bevorzugt werden, womit größere Partitionen angelegt werden können und einzelne Dateien größer als 4 GByte sein können. Allerdings kann Windows XP erst ab dem SP1 (Service Pack Version 1) mit Festplatten mit einer Gesamtgröße von mehr als 128 GByte korrekt umgehen.

    Voraussetzung für den Einsatz großer Festplatten ist ein aktuelles Mainboard-BIOS, das damit umgehen kann, sonst können nur 8 GByte oder weniger genutzt werden.

    Übrigens gibt es auch beim RAM-Speicherausbau Grenzen: Das Mainboard, der verwendete Controller-Chip und das BIOS begrenzen den maximal möglichen Ausbau (z.B. i815 auf 512 MByte und i865 auf 4 GByte). Unter Windows 9x und ME können nicht mehr als 512 MByte genutzt werden. Windows 2000 und die üblichen 32-bit-Versionen von Windows XP und Linux können nicht mehr als ca. 3,4 GByte nutzen, da darüber der PCI-Adressbereich eingeblendet ist. Lediglich die teuren 32-bit-Windows-Server-Varianten kommen per PAE (Physical Address Extension) auf 64 GByte. Aber selbst dann stehen pro Applikation höchstens 2 GByte zur Verfügung (ohne der schwierigen /3GB-Option). Erst mit 64-bit-CPU (z.B. AMD Athlon 64, Athlon 64 FX, Opteron oder Intel Itanium), 64-bit-Betriebssystem und 64-bit-Anwendungsprogrammen können theoretisch 1024 GByte genutzt werden. Allerdings ist Windows XP Professional 64-Bit Edition auf 16 GByte RAM beschränkt, erst einige der Server-Versionen erreichen höhere Grenzen.

  3. Benutzername, Computername und Gastkonto

    Bei der Installation von Windows XP beachten, dass 'Benutzername' und 'Computername' unterschiedlich sein müssen. Meistens wird als 'Benutzername' der Vor- und Nachname und als 'Computername' entweder nur der Vorname oder eine Beschreibung des Computers eingegeben.

    Unter 'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Leistung und Wartung' | 'System' oder etwas kürzer unter 'Start' und rechter Maustaste auf 'Arbeitsplatz' und mit linker auf 'Eigenschaften' gelangt man zu den 'Systemeigenschaften'.
    Darin wird unter 'Computername' | 'Ändern...' der 'Computername' und der 'Arbeitsgruppen'-Name eingegeben.
    Der Computername muss in einem LAN eindeutig sein, kein anderer Computer darf genauso heißen.
    Der 'Arbeitsgruppen'-Name sollte auf allen benachbarten Computern gleich gewählt oder bei der Voreinstellung belassen werden.

    Unter 'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Benutzerkonten' werden Benutzer eingerichtet und Benutzerkonten geändert. Dort kann auch ein anderes Benutzerkontobild gewählt werden.

    Für einfachen Zugriff von anderen Rechnern aus auf freigegebene Verzeichnisse kann das 'Gastkonto' aktiviert werden. Allerdings ist dann der Rechner auch für ungewollte Angreifer offen.

    Unter Windows XP Professional Edition ist eine wesentlich ausführlichere Benutzerverwaltung erreichbar über: 'Start', rechte Maustaste auf 'Arbeitsplatz', mit linker auf 'Verwalten', weiter auf das '[+]' vor 'System' | 'Lokale Benutzer und Gruppen' und auf 'Benutzer'. Gruppenrichtlinien können bearbeitet werden mit: 'gpedit.msc'.

    Unter beiden Windows-XP-Versionen können Benutzerkonten auch editiert werden über: 'Start' | 'Alle Programme' | 'Zubehör' | 'Eingabeaufforderung' | 'net user' (kurze Hilfe dazu mit 'net user /?', lange Hilfe mit 'net help user'). Entsprechend können 'Gruppen' editiert werden mit: 'net localgroup'.

    Weitere Informationen zu Benutzern finden Sie auch im Windows Task-Manager, erreichbar über die Tastenkombination 'Strg+Alt+Entf'.

    Das Administratorkonto ist in den genannten Dialogen in der Regel nicht sichtbar. Soll es bearbeitet werden, zum Beispiel um das Kennwort einzustellen, muss Windows XP in der 'Wiederherstellungskonsole' oder im 'Abgesicherten Modus' gestartet werden (kurz nach Rechnerneustart 'F8' betätigen).

    Weiteres zu Freigaberechten siehe unten: 'Verzeichnisfreigaben'.

    Falls Sie die "Remotedesktopverbindung" nutzen wollen:
    Richten Sie für den fremden Benutzer ein Benutzerkonto ein (Start | Systemsteuerung | Benutzerkonten | Benutzerkonten verwalten), vergeben Sie entsprechend Rechte (z.B. Admin-Rechte) und überprüfen Sie die Firewall-Einstellungen (Start | Systemsteuerung | Windows-Firewall).

    Falls Windows beim Neustart-Anmeldedialog nicht den letzten Anmeldenamen anzeigt:
    In "regedit" öffnen: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System,
    dontdisplaylastusername auf 0 setzen.

  4. AMD Cool'n'Quiet

    Falls Ihr PC mit einer modernen AMD-CPU ausgerüstet ist, sollten Sie die 'AMD Cool'n'Quiet'-Option aktivieren, damit der PC weniger Strom verbraucht und das Lüftergeräusch reduziert wird.

    Gehen Sie in das BIOS-Setup (siehe oben). Wählen Sie: 'Erweitert' | 'CPU Konfiguration' | 'AMD K8 Cool'n'Quiet control = Aktiviert' | 'Esc' | 'Energie' | 'ACPI APIC support = Aktiviert' | 'F10'.

    Booten Sie Windows, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop-Hintergrund und wählen Sie: 'Eigenschaften von Anzeige' | 'Bildschirmschoner' | 'Energieverwaltung...' | 'Energieschemas = Minimaler Energieverbrauch'.

  5. Bootreihenfolge, Windows-Bootmanager und Bootoptionen

    Nach der Installation von Windows XP im 'BIOS-Setup' einstellen, dass zuerst von der Festplatte gebootet wird, damit der Bootvorgang beschleunigt wird und damit nicht aus Versehen die Windows-Installation beschädigt wird.

    Sollen mehrere Windows-Versionen installiert werden, sollten zuerst die älteren Versionen (z.B. Windows Me) und zuletzt die neueste (z.B. Windows XP) installiert werden, dann wird automatisch ein geeigneter Bootmanager eingerichtet.

    Falls mehrere Betriebssysteme installiert sind und mit dem Windows-Bootmanager umgeschaltet werden, können Sie die Einstellungen hierzu ändern über:
    'Start', rechte Maustaste auf 'Arbeitsplatz', mit linker auf 'Eigenschaften' | 'Erweitert' | 'Starten und Wiederherstellen' | 'Einstellungen'.

    Weitere Bootoptionen sind einstellbar über: 'Start' | 'Ausführen...' | 'msconfig'.

    Falls beim Start automatisch ein bestimmter Benutzer angemeldet werden soll (z.B. für automatisierte Testumgebungen) und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken akzeptiert werden, kann 'NTAutoLogin' helfen.

  6. Geräte-Manager

    Unter 'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Leistung und Wartung' | 'System' oder etwas kürzer unter 'Start' und rechter Maustaste auf 'Arbeitsplatz' und mit linker auf 'Eigenschaften' gelangt man zu den 'Systemeigenschaften'.

    Unter 'Hardware' | 'Geräte-Manager' wird eine Liste der Hardware gezeigt. Gibt es hier gelbe Fragezeichen oder gelb gefüllte Kreise mit schwarzen Ausrufezeichen, gibt es Probleme mit diesem Gerät, zum Beispiel fehlende Treiber.

    Bei Treiberproblemen hilft eventuell:
    http://www.heise.de/ct/treiber.

  7. Bildschirmauflösung

    Mit rechter Maustaste auf Desktop-Hintergrund (in der Mitte des leeren Bildschirms) klicken und 'Eigenschaften' | 'Einstellungen' wählen.

    Eine zur Monitorgröße passende 'Bildschirmauflösung' einstellen (z.B. bei Röhrenmonitoren 1024 x 768 Pixel für 17" und 1152 x 864 Pixel für 19" sowie für LCD-Monitore die vom LCD-Hersteller vorgegebene Auflösung).

    Bei 'Farbqualität' eine 'hohe' Farbtiefe einstellen (24 oder 32 bit/pixel).

    Mit 'Übernehmen' die neue Einstellung testen.

    Anschließend unter 'Erweitert' und entweder unter 'Grafikkarte' | 'Alle Modi auflisten...' oder unter 'Monitor' | 'Bildschirmaktualisierungsrate' die gewünschte Hertz-Zahl einstellen: für LCD-Monitore 60 Hertz und für Röhrenmonitore mindestens 70 Hertz, besser 85 Hertz.

    Erneut mit 'OK' | 'Übernehmen' die neue Einstellung testen.

    Falls mal ein anderer Monitor angeschlossen wird, der die eingestellte Auflösung/Bildwiederholrate nicht darstellen kann und deshalb kein Bild anzeigt:
    Kurz nach dem Rechnerneustart kann über eine bestimmte Taste (meistens 'F8'-Taste, manchmal auch 'Strg'-Taste) umgeschaltet werden auf ein Menü mit 'erweiterten Windows-Startoptionen'. Wählen Sie darin:

    Abgesicherter Modus

    oder

    VGA-Modus aktivieren

    und stellen Sie nach dem Windows-Start die Auflösung/Bildwiederholrate auf kleinere Werte um.

  8. Taskleiste einrichten

    In die Mitte der Taskleiste (das ist die blaue Leiste am unteren Bildschirmrand) mit rechter Maustaste klicken und 'Eigenschaften' wählen.

    Unter 'Taskleiste' einstellen:
    'Taskleiste fixieren' ausschalten,
    'Schnellstartleiste anzeigen' einschalten,
    'Inaktive Symbole ausblenden' ausschalten.

    Unter 'Startmenü' | 'Anpassen...' | 'Erweitert' die Option 'Zuletzt verwendete Dokumente auflisten' einschalten und in der Liste 'Startmenüelemente':
    'Eigene Bilder' umstellen auf 'Element niemals anzeigen',
    'Eigene Musik' umstellen auf 'Element niemals anzeigen'.

    Alles mit 'OK' | 'OK' bestätigen.

    Falls später in der Taskleiste nicht alle Icon-Symbole sichtbar sind, kann der Symbolbereich mit der schraffierten Fläche direkt neben den Icon-Symbolen länger gezogen werden.

    Falls Sie unter Windows 7 der Schnellstartleiste eine Verknüpfung auf eine Batchdatei hinzufügen wollen:
    Dem Dateinamen der Batchdatei vorübergehend die Dateiendung .exe anhängen,
    den Dateinamen der Batchdatei mit rechter Maustaste per Drag & Drop in die Schnellstartleiste ziehen und Verknüpfung wählen,
    das angehängte .exe vom Dateinamen der Batchdatei entfernen und
    auf dem Icon in der Schnellstartleiste wählen: Shift+RechteMaustaste | Eigenschaften | Verknüpfung | umbenennen.

  9. Windows-Explorer als Schnellstart-Icon der Taskleiste hinzufügen

    Mit linker Maustaste öffnen: 'Start' | 'Alle Programme' | 'Zubehör'.

    Mit rechter Maustaste auf 'Windows-Explorer' und mit weiterhin gedrückter Maustaste zwischen die kleinen Schnellstart-Icon-Symbole direkt neben der 'Start'-Schaltfläche ganz unten links, bis schwarzer senkrechter Strich erscheint. Maustaste loslassen und 'Hierher kopieren' wählen.

    Falls das beim Start angezeigte Verzeichnis geändert werden soll: Auf das neu entstandene kleine Schnellstart-Icon-Symbol mit rechter Maustaste klicken und 'Eigenschaften' wählen. Unter 'Ziel:' eintragen:

    '%SystemRoot%\explorer.exe /e,d:'

    (oder statt 'd:' ein anderes beim Start des Windows-Explorers anzuzeigendes Verzeichnis).

  10. Windows-Explorer einrichten

    Windows-Explorer starten.

    Unter 'Ansicht' umstellen auf: 'Details'.

    Unter 'Extras' | 'Ordneroptionen...' | 'Allgemein' einstellen:
    'Navigationsbereich: Automatisch auf aktuellen Ordner erweitern': einschalten.

    Unter 'Extras' | 'Ordneroptionen...' | 'Ansicht' einstellen:
    'Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden': ausschalten,
    'Vollständigen Pfad in Adressenleiste und in der Titelleiste anzeigen': einschalten.

    Auf Schaltfläche 'Für alle übernehmen' klicken und mit 'Ja' und 'OK' bestätigen.

    Unter 'Ansicht' | 'Symbolleisten' die 'Adressleiste' einschalten. Falls die 'Adressleiste' nur als 'Adressen'-Button oben rechts erscheint:
    'Ansicht' | 'Symbolleisten' | 'Symbolleisten fixieren' ausschalten,
    die 'Adressen'-Schaltfläche unter die obere Symbolleiste verschieben und
    'Ansicht' | 'Symbolleisten' | 'Symbolleisten fixieren' einschalten.

    Interessante Ordner können sein:
    C:\Users\User\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Recent (Zuletzt verwendet),
    C:\Users\User\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\SendTo (shell:sendto),
    C:\Users\User\Links (Favoriten)

  11. Verzeichnisfreigaben

    Verzeichnisse werden für andere Benutzer im Netzwerk freigegeben, indem im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf den Verzeichnisnamen geklickt, 'Freigabe und Sicherheit...' gewählt und die Freigabe aktiviert wird.

    Wichtig: Freigegebene Verzeichnisse sind auch für Benutzer im Internet erreichbar,
    deshalb keine Laufwerke, sondern nur einzelne spezielle Verzeichnisse freigeben
    und diese möglichst per Passwort schützen!

    Wird an den Freigabenamen ein '$' angehängt, ist diese Freigabe nicht ohne weiteres sichtbar und kann nur angesprochen werden, wenn der Name bekannt ist.

    In der Windows XP Professional Edition gibt es zweierlei Arten von Freigabemechanismen. Die Umschaltung erfolgt im Windows-Explorer über 'Extras' | 'Ordneroptionen...' | 'Ansicht' | 'Einfache Dateifreigabe verwenden (empfohlen)'.

    Ist unter Windows XP Professional Edition die Option 'Einfache Dateifreigabe' ausgeschaltet und wird NTFS eingesetzt, können benutzerabhängige Berechtigungen sehr differenziert eingestellt werden, was besonders in Firmennetzen sinnvoll sein kann. Eventuell muss für den zugreifenden Benutzer ein Benutzerkonto eingerichtet werden (siehe oben unter 'Benutzername, Computername und Gastkonto').

    In der Windows XP Home Edition oder unter Windows XP Professional Edition mit eingeschalteter 'Einfache Dateifreigabe'-Option, ist die Einrichtung einer Freigabe grober und einfacher, besonders bei Heimnetzwerken mit Rechnern, die ohne Einlogg-Passwort betrieben werden. Eventuell muss das 'Gastkonto' aktiviert werden (siehe oben unter 'Benutzername, Computername und Gastkonto') und beim Rechner des zugreifenden Benutzers muss eventuell folgendes eingeschaltet werden:
    'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Netzwerk- und Internetverbindungen' | 'Netzwerkverbindungen', rechte Maustaste auf 'LAN-Verbindung', mit linker auf 'Eigenschaften' | 'Authentifizierung' und 'Als Gast authentifizieren, wenn Benutzer- oder Computerinformationen nicht verfügbar sind' einschalten.

    Mit dem Dateisystem NTFS können auch in der Windows XP Home Edition die Zugriffsrechte benutzerabhängig eingestellt werden, nämlich über: 'Start' | 'Alle Programme' | 'Zubehör' | 'Eingabeaufforderung' | 'cacls'.

    Bei allen genannten Zugriffsbeschränkungen muss man sich allerdings im Klaren sein, dass Sie nicht gegen jemanden schützen, der von einer Startdiskette inklusive NTFS-Treiber den Rechner bootet und sich so Zugang zu allen Dateien verschafft.

    Um zu prüfen, ob gerade ein anderer Rechner eine freigegebene Ressource benutzt, gibt es je nach Windows-Version die Kommandozeilen-Hilfsprogramme 'net session', 'net file' oder 'net use'. Unter Windows XP können Sie dies noch komfortabler prüfen unter: 'Start', rechte Maustaste auf 'Arbeitsplatz', mit linker auf 'Verwalten' | 'System' | 'Freigegebene Ordner'.

  12. Zugang zum Domänen-Netzwerk

    Anders als in der Windows XP Professional Edition gelingt der Zugang zu in Firmen-LANs üblichen Domänen-Netzwerken mit der Windows XP Home Edition nur etwas umständlich:

    1. Windows-Firewall deaktivieren.
    2. 'Tweak UI' downloaden von http://www.microsoft.com/windowsxp/pro/downloads/powertoys.asp.
    3. In 'Tweak UI' unter 'Logon'/'Autologon' 'Logon automatically at system startup' einschalten und Loginnamen und Domainnamen eintragen.

    Falls speziell bei NT4- und Samba-Domänen zwar das Aufnehmen in die Domäne möglich ist, aber die Anmeldung des Benutzers fehlschlägt, muss wahrscheinlich folgendes eingestellt werden:

  13. MSN Explorer, Windows Messenger und .NET-Passport deaktivieren

    MSN Explorer:
    Unter 'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Software' | 'Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen' in der Liste unter 'Komponenten:' den Eintrag 'MSN Explorer' deaktivieren und 'Weiter' wählen.

    Windows Messenger und .NET-Passport:
    'Start' | 'Alle Programme' | 'Windows Messenger' wählen. Falls .NET-Passport-Dialog erscheint, diesen abbrechen und erneut 'Start' | 'Alle Programme' | 'Windows Messenger' wählen.
    Im Windows Messenger unter 'Extras' | 'Optionen...' | 'Einstellungen' ausschalten: 'Dieses Programm ausführen, wenn Windows gestartet wird'.
    Nach dem nächsten Rechnerneustart ist das Windows-Messenger-Symbol unten rechts in der Taskleiste verschwunden.

  14. Einstellungen für Automatische Updates, Fehlerberichterstattung und Media Player

    Windows XP nimmt relativ häufig ungefragt Kontakt zu Microsoft über das Internet auf. Wenn Sie das nicht wollen, prüfen Sie folgende Einstellungen.

    Unter 'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Leistung und Wartung' | 'System' oder etwas kürzer unter 'Start' und rechter Maustaste auf 'Arbeitsplatz' und mit linker auf 'Eigenschaften' gelangt man zu den 'Systemeigenschaften'.

    Prüfen Sie unter 'Automatische Updates', ob die 'Benachrichtigungseinstellungen' korrekt eingestellt sind.

    Schalten Sie unter 'Erweitert' | 'Fehlerberichterstattung' um auf 'Fehlerberichterstattung deaktivieren' und schalten Sie aus: 'Aber bei kritischen Fehlern benachrichtigen'.

    Öffnen Sie den 'Windows Media Player' über 'Start' | 'Alle Programme', fahren Sie mit der Maus von unten nach oben über den oberen Rand, damit die Menüleiste angezeigt wird und überprüfen Sie unter 'Extras' | 'Optionen...' | 'Player' alle Einstellungen.

  15. Windows-Menüeinträge entfernen

    Um ungewollte Einträge aus dem 'Start'-Menü zu entfernen, muss mit der linken Maustaste auf 'Start' und anschließend mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Eintrag geklickt werden und 'Aus Liste entfernen' beziehungsweise 'Löschen' gewählt werden.

    Oft unerwünschte Einträge unter 'Start' sind:
    'Windows Media Player', 'Windows Movie Maker', 'Windows XP-Tour', 'Windows Messenger' und 'Übertragen von Dateien und Einstellungen'.

    Eventuell unerwünschte Einträge unter 'Start' | 'Alle Programme' sind:
    'Windows Update' und 'Windows-Katalog'.

    Um das Icon-Symbol für den 'Windows Media Player' aus der Schnellstart-Taskleiste zu entfernen: mit der rechten Maustaste darauf klicken und 'Löschen' wählen.

    Um im Internet Explorer unter 'Favoriten' unerwünschte Einträge entfernen: mit rechter Maustaste anklicken und 'Löschen' wählen.

  16. Datumsanzeige umstellen und DE aus Taskleiste entfernen

    'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Datums-, Zeit-, Sprach- und Regionaleinstellungen' | 'Regions- und Sprachoptionen' wählen.

    Unter 'Regionale Einstellungen' | 'Anpassen' | 'Datum' | 'Kurzes Datumsformat' das Format:' umstellen auf 'JJJJ-MM-TT' und das 'Datumstrennzeichen' auf '-' und 'OK' betätigen.

    Unter 'Sprachen' | 'Details...' | 'Eingabegebietsschema-Leiste...' ausschalten:
    'Eingabegebietsschema-Leiste auf dem Desktop anzeigen'.

  17. Ordner 'Eigene Dateien'

    Falls während der Partitionierung für die Daten und eigenen Dateien eine eigene Partition (z.B. Laufwerk 'D:') angelegt wurde (wie oben unter 'Festplatte partitionieren' empfohlen wurde), sollte hier auch das Windows-'Eigene Dateien'-Verzeichnis angelegt werden.

    Optimal ist es, wenn Sie diese Einstellungen direkt nach der Installation des Betriebssystems und vor der Installation weiterer Applikationen durchführen.

    Sind Sie der einzige Benutzer Ihres Rechners, können Sie diese Pfade zum Beispiel zu 'D:\EigeneDateien' ändern. Bei mehreren Benutzern muss im Pfad der Benutzername vorangestellt werden und Sie müssen die Prozedur für alle Benutzer-Logins durchführen.

    Die Umstellung erfolgt unter Windows XP folgendermaßen:

    1. Starten Sie den Windows-Explorer (unter Windows XP: 'Start' | 'Alle Programme' | 'Zubehör' | 'Windows-Explorer')
    2. Falls Sie im Windows-Explorer in der linken Spalte nicht die Verzeichnisliste mit dem Titel 'Ordner' sehen, schalten Sie diese ein ('Ansicht' | 'Explorer-Leiste' | 'Ordner')
    3. Klicken Sie im Windows-Explorer in der linken Verzeichnisliste mit dem Titel 'Ordner' ganz oben unterhalb von 'Desktop' mit der rechten Maustaste auf 'Eigene Dateien', wählen Sie 'Eigenschaften' | 'Ziel' | 'Verschieben...' | 'Arbeitsplatz' und klicken Sie auf den gewünschten Laufwerksbuchstaben (z.B. 'D:')
    4. Klicken Sie unten links auf 'Neuen Ordner erstellen', tragen Sie den gewünschten Ordnernamen ein (z.B. 'EigeneDateien'), klicken Sie auf 'OK', überprüfen Sie, dass der gewünschte neue 'Zielordner' angezeigt wird (z.B. 'D:\EigeneDateien') und starten Sie die Verschiebung mit 'OK'

    Bei Problemen oder mit älteren Windows-Versionen (z.B. Windows 98) gilt folgende Vorgehensweise:

    1. Zuerst muss das neue 'Eigene Dateien'-Verzeichnis erzeugt werden (z.B. 'D:\EigeneDateien') und der bisherige Inhalt aus 'C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene Dateien' in das neue Verzeichnis kopiert werden:

      • Wenn Quell- und Ziel-Partition das Dateisystem NTFS haben, sollten Sie die Dateizusatzinformationen mit kopieren, z.B. indem Sie unter 'Start' | 'Alle Programme' | 'Zubehör' | 'Eingabeaufforderung' als Kommandozeile eintragen:
        xcopy "C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene Dateien" "D:\EigeneDateien\" /e /v /c /h /k /o /x
        (dabei '<Benutzername>' durch Ihren Benutzernamen ersetzen, 'xcopy /?' erklärt die Parameter).
      • Wenn das nicht funktioniert, könnnen Sie auch einfach mit dem Windows-Explorer kopieren, allerdings können dann Dateizusatzinformationen (z.B. Schreibrechte) verloren gehen und eventuell 'versteckte' System-Dateien werden nicht kopiert, was aber normalerweise kein Problem ist.
    2. Der Pfad zum Windows-'Eigene Dateien'-Verzeichnis wird in der Registry definiert. Öffnen Sie in der Registry ('Start' | 'Ausführen...' | 'Regedit') den Schlüssel (Key)

      HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Shell Folders

      und tragen Sie ein:

      Personal = D:\EigeneDateien

      My Music = D:\EigeneDateien\Eigene Musik

      My Pictures = D:\EigeneDateien\Eigene Bilder

    3. Anschließend müssen Sie noch in den parallel zu '...\Shell Folders' angeordnetem Schlüssel '...\User Shell Folders' hineinsehen. Gibt es von Ihnen geänderte Pfaddefinitionen auch hier, müssen sie ebenfalls angepasst werden. Fehlende Einträge brauchen aber nicht nachgetragen zu werden. Tragen Sie ein unter

      HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\User Shell Folders

      Personal = D:\EigeneDateien

      My Pictures = D:\EigeneDateien\Eigene Bilder

    Überprüfen Sie die Umstellung, indem Sie im Windows-Explorer in der linken Ordnerliste ganz oben unterhalb von 'Desktop' mit der rechten Maustaste auf 'Eigene Dateien' klicken und 'Eigenschaften' wählen.

  18. Drucker

    Da sonst einige Anwendungsprogramme Schwierigkeiten haben und keine Schriftfonts finden, sollte frühzeitig ein Drucker installiert werden unter: 'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Drucker und andere Hardware' | 'Drucker hinzufügen'.

    Nach der Installation eines Druckers sollten die grundsätzlichen Druckereinstellungen überprüft werden unter: 'Start' | 'Systemsteuerung' | 'Drucker und andere Hardware' | 'Drucker und Faxgeräte', rechte Maustaste auf den Druckernamen und 'Eigenschaften'. Wichtig sind die Einträge unter 'Geräteeinstellungen', 'Allgemein' | 'Druckeinstellungen' | 'Papier/Qualität' | 'Qualitätseinstellungen' sowie weiter unter 'Erweitert...'.

    Falls ein Netzwerkdrucker installiert wird: Bei der Eingabe der URL beachten, dass die Eingabe nur der IP-Adresse nicht ausreicht, es muss 'http://' voranstellt werden, also zum Beispiel 'http://192.168.0.47'.

    Falls kein Drucker angeschlossen ist, sollte ein PDF- oder PostScript-Druckertreiber installiert werden, siehe unten 'PDF'.

    Aktuelle Treiber (auch für neuere Betriebssystemversionen) für Drucker und Scanner erhalten Sie meistens über die Website des Herstellers, für HP zum Beispiel unter: http://www.hp.com/support.

  19. PDF

    Zum Lesen von PDF-Dateien (Portable Document Format von Adobe) muss der kostenlose Adobe Acrobat Reader installiert werden, siehe: http://www.adobe.de/products/acrobat | download.

    Beim Erzeugen von PDF-Dateien ist zweierlei wichtig: Es müssen unbedingt sowohl im Druckertreiber als auch im PDF-Erzeugungsprogramm alle Schriftarten eingebettet werden, damit dem Leser keine Schriften fehlen, und es muss eine passende Auflösung gewählt werden, um eine gute Qualität bei optimaler Dateigröße zu erhalten.

  20. OpenOffice.org

    Eine Alternative zum teuren Microsoft Office ist OpenOffice.org, siehe:
    http://de.openoffice.org.

  21. Microsoft Office

    Microsoft Office sollte 'Benutzerdefiniert' und mit der Option 'Detaillierte Installationsoptionen für jede Anwendung festlegen' installiert werden, damit einige Optionen bestimmt werden können.

    Wenn 'Outlook' und 'Frontpage' nicht benötigt werden, sollten sie nicht mitinstalliert werden.

    Damit später nicht erneut die Microsoft-Office-Installations-CD benötigt wird, sollte zumindest folgendes sofort installiert werden:
    Unter 'Zu installierende Features:' | 'Gemeinsam genutzte Office-Features' | 'Korrekturhilfen' sollte für deutsch, englisch und alle weiteren benötigten Sprachen eingestellt sein: 'Alles vom Arbeitsplatz starten'. Bei den niemals benötigten Sprachen sollte gewählt werden: 'Nicht verfügbar'. Andernfalls fragen einige Office-Programme bei falsch geschriebenen Wörtern nach der Installations-CD, um die Rechtschreibung dieser Wörter in anderen Sprachen zu testen.

    Starten Sie nach der Installation die Office-Programme und überprüfen Sie die 'Speicherorte für Dateien', zum Beispiel in Word über 'Extras' | 'Optionen...' | 'Speicherort für Dateien'. Passen Sie die Pfade für 'Dokumente' und 'Benutzervorlagen' an (z.B. zu 'D:\EigeneDateien\Doc' und 'D:\EigeneDateien\Doc\Vorlagen').

    Folgendermaßen können Sie die Word-Vorlage ändern: 'Datei' | 'Optionen' | 'Add-Ins' | unten: 'Verwalten: Vorlagen' | 'Gehe zu...' | Reiter 'Vorlagen' | 'Anfügen...'.

    Damit nicht automatisch zu viele ungewollte Formatvorlagen entstehen, empfiehlt sich folgende Einstellung: Unter 'Extras' | 'Optionen...' | 'Bearbeiten': 'Formatierung mitverfolgen' deaktivieren.

  22. Programme ohne CD betreiben

    Einige Programme (z.B. einige Microsoft-LexiROM-Versionen) lassen sich nur bei eingelegter CD betreiben.

    Um nicht ständig das CD-Laufwerk zu blockieren, ist es sinnvoll, die gesamte CD in ein separates Verzeichnis (z.B. unter C:\Programme) zu kopieren, die CD zu entfernen und das Programm von der Kopie aus zu installieren.

  23. 'Autostart'-Ordner und 'Papierkorb' leeren

    Mit linker Maustaste auf 'Start' | 'Alle Programme' | 'Autostart':
    Vorhandene Einträge ansehen. Besonders nach der Installation von Microsoft- und Adobe-Programmen sind hierin unerwünschte Einträge. Diese mit rechter Maustaste und 'Löschen' entfernen.

    Weitere Autostartoptionen sind einstellbar über: 'Start' | 'Ausführen...' | 'msconfig'.

    Zuletzt auf dem Desktop den 'Papierkorb' per Doppelklick öffnen und unnötige Einträge endgültig löschen.

    Falls Sie weitere automatisch gestartete Programme aufspüren und eventuell deaktivieren wollen: Das optimale Tool hierfür ist 'AutoRuns'. Sie erhalten es unter: http://technet.microsoft.com/de-de/sysinternals/bb963902.aspx.

  24. CD-Autorun

    Wird eine CD eingelegt, die eine Autorun.inf enthält, startet automatisch das darin eingetrage Programm.

    Das ist eigentlich praktisch. Aber da immer mehr Musik-CDs dabei ungefragt und ohne dass man es vermeiden kann, Kopierschutztreiber installieren, die Nebenwirkungen haben und nur sehr schwer zu deinstallieren sind, kann es sinnvoll sein, die Autorun-Funktion auszuschalten.

    Soll dies nur einmalig für eine bestimmte CD gelten, kann einfach direkt nach dem Einlegen die Shift-Taste für einige Zeit gedrückt gehalten werden.

    Folgendermaßen kann Autorun in Windows XP Professionell dauerhaft deaktiviert werden:
    Im Kommandozeilenfenster eingeben: 'gpedit.msc'
    Links in dem Baum wählen:
    [+] Computerkonfiguration | [+] Administrative Vorlagen | [+] System
    Rechts doppelklick auf: 'Autoplay deaktivieren'
    'Aktiviert' anklicken
    Unter 'Autoplay deaktivieren auf:' einstellen: 'CD-ROM-Laufwerke'

    Auch unter anderen Windows-Versionen kann Autorun deaktiviert werden, wie in der c't 2003.17, S. 180, beschrieben ist.

  25. Startseite für Webbrowser

    Damit das Starten des Webbrowsers (z.B. Internet Explorer oder Mozilla Firefox) nicht unnötig verzögert wird, sollte als Startseite eine lokale HTML-Datei von der Festplatte angezeigt werden. Diese kann zum Beispiel häufig benötigte Links enthalten (ähnlich den Favoriten).

    Ein Beispiel für eine mögliche Startseite könnte sein:
    http://www.Torsten-Horn.de/startseite/_start.htm.

    Diese oder eine andere Webseite kann im Internet Explorer auf die lokale Festplatte kopiert werden über: 'Datei' | 'Speichern unter...'. Anschließend kann sie von der Festplatte geöffnet werden, entweder per Doppelklick im Windows-Explorer oder im Internet Explorer über: 'Datei' | 'Öffnen...' | 'Durchsuchen...'.

    Als Startseite eingestellt wird sie zum Beispiel im Internet Explorer über:
    'Extras' | 'Internetoptionen...' | 'Aktuelle Seite' | 'OK'.

    Falls bei fehlerhaften Eingaben in der Adressleiste nicht über MSN gesucht werden soll, kann dies abgeschaltet werden über: 'Extras' | 'Internetoptionen...' | 'Erweitert' | 'Nicht in Adressleiste suchen'.

  26. Java

    Während in alten Windows-Versionen das Java Runtime Environment (JRE) beziehungsweise die Java Virtual Machine (VM) automatisch mitinstalliert wurde, ist das bei Windows XP nicht der Fall. Selbst wenn Java bereits installiert ist, dann in der Regel nur in einer veralteten Version. Eine aktuelle Version können Sie installieren über: http://www.oracle.com/technetwork/java/javase/downloads.

    Wenn Sie prüfen wollen, welche Java-Version bei Ihnen aktuell für <applet>-Tags beziehungsweise für <object>- oder <embed>-Tags installiert ist, starten Sie:
    ShowJavaVersionApplet.htm.

  27. E-Mail-Client

    Installieren Sie die Standard-Internetprogramme (Browser, E-Mail-Client, ...) bevor Sie den Virenscanner installieren, weil sich die Virenscanner darauf einstellen.

    Eine beliebte Alternative zu Outlook und Outlook Express ist zum Beispiel das E-Mail-Programm Mozilla Thunderbird. Beachten Sie bei der Installation von Thunderbird folgende Anleitungen: Migration, Profile verwalten, deutschsprachige Rechtsschreibprüfung, Wörterbuch-Installation und MinimizeToTray. Bei einer Migration müssen Sie überprüfen, ob Pfadangaben angepasst werden müssen in
    "C:\Dokumente und Einstellungen\<MeinBenutzername>\Anwendungsdaten\Thunderbird\Profiles\<MeineProfilnummer>.default\prefs.js" bzw.
    "C:\Users\<MeinBenutzername>\AppData\Roaming\Thunderbird\Profiles\<MeineProfilnummer>.default\prefs.js".

  28. Newsreader

    Auch zur Teilnahme an Newsgroups gibt es Alternativen zu Outlook [Express], zum Beispiel:
    Forté Free Agent (http://www.forteinc.com).

  29. ZIP-Komprimierung

    ZIP-komprimierte Datei entpacken (entzippen):
    Im Windows-Explorer mit rechter Maustaste auf Dateinamen klicken und 'Alle extrahieren...' wählen.

    Dateien im ZIP-Format zusammenpacken und komprimieren (zippen):
    Im Windows-Explorer eine Datei oder mehrere Dateien markieren, mit rechter Maustaste in die Markierung klicken und 'Senden an -> ZIP-komprimierten Ordner' wählen.

    Für anspruchsvollere Komprimierungen stehen viele Tools zur Verfügung, wie zum Beispiel 'UltimateZip' und 'Filzip'.

  30. Batchdateien

    Viele wiederkehrende Aufgaben können mit Batchdateien (im Kommandozeilenfenster) vereinfacht werden. Informationen hierzu gibt es unter:
    http://de.wikibooks.org/wiki/Batch-Programmierung
    http://www.antonis.de/dos/batchtut/bat-kurs
    http://www.robvanderwoude.com/ntfor.php

    Zum Beispiel lassen sich Wiederholungen per for-Schleife und Zeitverzögerungen (sleep) mit Hilfe des ping-Kommandos realisieren. Folgende Kommandozeile wiederholt beispielsweise alle fünf Sekunden das '@arp -a'-Kommando:

    for /L %i in (0,0,0) do @arp -a & ping -n 6 127.0.0.1>nul

  31. Tools

    Viele Hilfsprogramme finden Sie auf den "software kollektion"-CDs der c't oder indem Sie einfach mit http://www.google.de suchen. Auch die Windows-Installations-CD bietet einige weitere Tools, die normalerweise nicht automatisch mitinstalliert werden

    Möglicherweise sinnvolle Tools könnten sein:

      Open Command Window Here  Windows XP: Öffnet Kommandozeilenfenster im gewählten Verzeichnis über Rechte-Maustaste-Menü im Windows-Explorer (CmdHerePowertoySetup.exe);
    Windows Vista: CmdHere wird nicht mehr benötigt, da bereits in Vista enthalten, allerdings versteckt: Im Windows-Explorer in der linken Ordner-Spalte den gewünschten Ordner anklicken, aber dann nicht in diesen Fenster, sondern stattdessen in einen freien Bereich im rechten Fenster, welches den Ordner-Inhalt anzeigt, mit der rechten Maustaste bei gleichzeitig gedrückter Shift-Taste klicken und "Eingabeaufforderung hier öffnen" wählen
     PSPad, UltraEdit  Texteditor
      WinDiff  Vergleicht einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisse
      Beyond Compare  Komfortableres Programm als WinDiff
      Nero Burning ROM  CD/DVD-Brennprogramm
      WS_FTP Pro  FTP-Programm
      LexiROM  Rechtschreibung, Lexikon, Deutsch/Englisch und umgekehrt

    Falls Ihre Tastatur eine "Windows-Taste" hat, bietet Windows auch ein paar recht praktische Tastaturkürzel:

     Windows-Taste + Pause-Taste Systemeigenschaften
     Windows-Taste + Tab-Taste Schaltet zwischen Anwendungen um (ähnlich 'Alt + Tab')
     Windows-Taste + D Zeigt Desktop
     Windows-Taste + E Öffnet Windows-Explorer
     Windows-Taste + R Öffnet den 'Ausführen-Dialog' (mit 'cmd' öffnen Sie ein Kommandozeilenfenster)

    Hilfstexte zu den einigen Kommandos im Windows-Kommandozeilenfenster finden Sie unter http://windows.microsoft.com/de-DE/windows7/Command-Reference-Overview.

  32. ping, nslookup, netstat, Admin-Rechte

    Um zu untersuchen, wohin eine IP-Adresse verweist und von welchem Programm sie aufgerufen wurde, können Sie ping, nslookup und netstat verwenden, zum Beispiel so:

    ping -a <IP-Adresse>

    nslookup <IP-Adresse>

    netstat -a

    netstat -a -b -n

    Das netstat-Kommando können Sie mit der -b-Option nur mit Admin-Rechten ausführen. Klicken Sie hierzu auf:
    Start | Alle Programme | Zubehör | mit rechter Maustaste auf "Eingabeaufforderung" | Klick auf "Als Administrator ausführen".

    Weitere interessante Netzwerkkommandos könnten sein: ipconfig /all, nbtstat, net, route und tracert.

  33. netstat, tasklist, taskkill

    netstat -aon:   Zeigt alle verwendeten Portnummern und die dazugehörenden PIDs.

    netstat -aon | findstr :<MeinePortnummer>:   Gefiltert.

    tasklist:   Zeigt laufende Prozesse.

    tasklist /V /FO CSV:   Zeigt laufende Prozesse inkl. Speicherverbrauch im CSV-Format.

    taskkill /F /PID <PID>:   Beendet Prozess mit der angegebenen PID.

  34. Viren, Würmer, Tojaner und Dialer

    Bevor Sie Vierenscanner installieren, sollten Sie die Standard-Internetprogramme (Browser, E-Mail-Client, ...) installieren, weil sich die Virenscanner darauf einstellen.

    Bitte informieren Sie sich genau über die Gefahren und Abwehrmaßnahmen zu Viren, Würmern, Tojanern und Dialern zum Beispiel unter http://www.heise.de/security, http://www.heise.de/security/dienste/antivirus und http://www.bsi-fuer-buerger.de.

    Installieren Sie aktuelle Patches für Ihr Betriebssystem. Tipps zu Windows XP SP2 (Service Pack 2) finden Sie unter: http://www.heise.de/newsticker/meldung/49918, .../meldung/51141 und .../meldung/51157.

    Beispiele für Virenscanner sind: G DATA AntiVirenKit, Kaspersky Anti-Virus, Norton Antivirus, ESET NOD32, Panda Antivirus Platinum sowie die kostenlosen H+BEDV AntiVir Personal Edition und FRISK F-Prot Antivirus.

    Beispiele für kostenlose Personal Firewalls sind: Kerio Personal Firewall und Zone Alarm.

    Security-Suites, wie zum Beispiel McAfee Internet Security, kombinieren Virenscanner und Personal Firewalls.

    Besser als Personal Firewalls schützen so genannte Hardware-Firewalls wie zum Beispiel: Trend Micro GateLock X200.

    Zu Dialer-Warnern (z.B. YAW) und Trojanern siehe: Trojaner-Info.

    Unter Windows betriebene Virenscanner können von Viren und Trojanern ausgetrickst und abgeschaltet werden. Besser ist, das Betriebssystem und den Virenscanner von einer 100%ig sauberen CD zu starten. Eine solche bootfähige CD mit Virenscanner ist die "software kollektion 5/2004" aus der c't 20/2004. Tipps zur Nutzung:

    1. Booten Sie von der c't-CD (siehe "Von CD booten"), betätigen Sie bei der Frage nach Boot-Optionen die Return-Taste und wählen Sie 'Virentest'.
    2. Wählen Sie vor jedem Virenscan: 'Virensignaturen ... aus dem Internet ...'.
    3. Innerhalb jeder Reportdatei können Sie mit den Cursor- und Bildblättertasten navigieren. Zur nächsten Reportdatei gelangen Sie mit der Eingabe von ':n' (ohne Hochkommata). Zum Verlassen geben Sie 'q' ein.
    4. Insbesondere wenn über mehrere Laufwerke getestet wurde, kann es etwas unübersichtlich sein, sicherzustellen, dass in keiner der einzelnen Reportdateien ein Virusfund gemeldet ist. Deshalb sollte in allen Reportdateien nach 'infected' und 'gefunden' gesucht werden, wie folgt:
      Alt+F2
      cd /tmp/av
      ls -l
      grep -i infected *.* | more
      q
      grep -i gefunden *.* | more
      q
      Alt+F1

      Weiteres hierzu finden Sie unter: linux.htm#Komprimiertes-Kopieren-Diskette.
    5. Befallene Dateien am besten löschen. Alternativ kann versucht werden, die Virenschäden zu beseitigen, zum Beispiel mit den unter Windows ausführbaren Virenscannern auf der gleichen CD. Windows sollte im abgesicherten Modus gestartet werden, um Viren die Verbreitung zu erschweren.
    6. Falls in den _restore/RECYCLER-Dateien der Systemwiederherstellung Viren gefunden werden, können die Wiederherstellungspunkte gelöscht werden: Im Windows-Explorer mit rechter Maustaste nacheinander auf jedes Laufwerk ('c:', 'd:', ...) | 'Eigenschaften' | 'Allgemein' | 'Bereinigen' | 'Weitere Optionen' | 'Systemwiederherstellung' | 'Bereinigen...'.
  35. Backup

    Sollen ganze Festplattenpartitionen gesichert werden, helfen so genannte 'Imaging-Tools' wie zum Beispiel Clonezilla Live (siehe c't 2/2010), Paragon Backup & Recovery Free Edition , Acronis True Image und Partimage.

    Alle Anwenderdaten müssen regelmäßig gesichert werden, zum Beispiel auf eine selbst gebrannte CD. Die Programmdateien brauchen nicht gesichert zu werden, da die Programme neu installiert werden können.

    Eine Trennung von Programm- und Datendateien auf unterschiedliche Partitionen, wie oben unter 'Festplatte partitionieren' beschrieben ist, erleichtert das Backup.

    Es ist nicht immer einfach, alle Datendateien zu finden, da viele Programme keine Trennung vorsehen. Eine Hilfe hierzu finden Sie in der c't 2006.09, S.110. Es folgen einige Beispiele für Verzeichnisse und Dateien, die gesichert werden sollten (falls die entsprechenden Anwendungen installiert sind und die Verzeichnisse und Dateien so existieren).

    Allgemeine Verzeichnisse:

    C:\Windows\repair

    C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Eigene Dateien

    C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Anwendungsdaten

    C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Favoriten

    D:\EigeneDateien (falls 'Eigene Dateien' so umgeleitet wurde)

    Office:

    Benutzer.dic, Normal.dot, Vorlagen-Verzeichnis (siehe 'Speicherorte für Dateien' in MS Office)

    E-Mail mit Outlook:

    *.pwl (Passwort-Dateien, siehe auch in 'System.ini' unter '[Password Lists]', z.B.: 'C:\Windows\<BenutzernameGekürzt>.pwl')

    *.iaf ('Internet Account File', falls Outlook [Express] benutzt wird)

    *.pst ('Personal Store', falls Outlook [Express] benutzt wird)

    *.dbx ('Outlook-[Express]-Database', siehe unter 'Extras' | 'Optionen...' | 'Wartung' | 'Speicherordner', z.B. in:
    C:\Windows\Anwendungsdaten\Identities\{<LangeNummer>}\Microsoft\Outlook Express oder
    C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Identities\{<LangeNummer>}\Microsoft\Outlook Express)

    *.wab ('Outlook-[Express]-Windows-Address-Book', z.B. in:
    C:\Windows\Anwendungsdaten\Microsoft\Address Book oder
    C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Anwendungsdaten\Microsoft\Address Book)

    E-Mail mit Thunderbird:

    C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Anwendungsdaten\Thunderbird
    C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Thunderbird
    C:\Programme\Mozilla Thunderbird

    FileZilla:

    C:\Users\%Username%\AppData\Roaming\FileZilla\sitemanager.xml

    WS_FTP:

    C:\Programme\WS_FTP\onlinese.ini
    C:\Programme\WS_FTP\WS_FTP.ini

    SQuirreL:

    C:\Users\%Username%\.squirrel-sql\SQLAliases23.xml


    Vor einem Backup sollten alle unnötigen Dateien gelöscht werden. Viele temporäre Dateien werden über 'Start' | 'Alle Programme' | 'Zubehör' | 'Systemprogramme' | 'Datenträgerbereingung' gelöscht. Zusätzlich sollten Sie vorläufig gelöschte E-Mails (z.B. in 'Gelöschte Objekte' bzw. im 'Trash') endgültig löschen und die E-Mail-Ordner komprimieren (je nach E-Mail-Programnm z.B. über 'Datei' | 'Ordner' | 'Alle Ordner komprimieren', über 'Datei' | 'Datendateiverwaltung' | 'Persönliche Ordner' | 'Einstellungen' | 'Jetzt komprimieren', über 'Extras' | 'Optionen' | 'Wartung' | 'Jetzt bereinigen...' beziehungsweise über 'Special' | 'Compact Mailboxes').

    Backup-Unterstützung kann das 'Sicherungsprogramm' von Windows XP bieten. Bei der Windows XP Professional Edition ist es normalerweise installiert, bei der Windows XP Home Edition kann es von der Windows-CD nachinstalliert werden mit: 'ValueAdd\Msft\NtBackup\NtBackup.msi'.

    Sie erreichen das 'Sicherungsprogramm' über 'Start' | 'Alle Programme' | 'Zubehör' | 'Systemprogramme' | 'Sicherung'. Schalten Sie um in den 'Erweiterten Modus'. Vergessen Sie nicht, den 'System State' (u.a. Registry) zu sichern. Weiteres hierzu finden Sie unter:
    http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;308422.

    In vielen Fällen reicht als zum Beispiel tägliches Zwischen-Backup das automatisierte Kopieren der geänderten Dateien in den wichtigsten Verzeichnissen per Batchdatei auf ein anderes Laufwerk, eine USB-Festplatte, übers Netzwerk auf einen Backup-Rechner oder einen Netzwerkspeicher (NAS = Network Attached Storage, z.B. Buffalo LinkStation HD-H250LAN oder SimpleTech SimpleShare NAS). Entsprechende Vorschläge finden Sie in 'Backup für Faule' (BfF) von Axel Vahldiek in der c't 2003.08, S. 160.
    Trotz solcher Zwischen-Backups müssen Sie ein komplettes Backup Ihrer Daten hin und wieder zusätzlich auf CD oder DVD brennen, da das Backup-Laufwerk nicht sicher vor Viren ist.

    Folgende Kombination von zwei Batchdatei kann entweder alle Dateien (mit dem Kommandozeilenparameter 'all') oder nur die geänderten Dateien (ohne Kommandozeilenparameter) aus mehreren Verzeichnissen sichern ('WinDiff' muss im 'PATH' sein, z.B. im 'C:\Windows'-Verzeichnis):

    rem ---- Backup1.bat ----
    rem Als 'QuellRoot' nicht z.B. 'C:', sondern '\\MeinComputername\C$'
    cls
    set QuellRoot="\\MeinComputername\C$"
    set QuellPfadeOhneRoot="MeinVerzeichnis1" "MeinVerzeichnis2" "MeinVerzeichnis3"
    set ZielRoot="M:\Backup"
    
    for /D %%i in ( %QuellPfadeOhneRoot% ) do call Backup2.bat %QuellRoot% %%i %ZielRoot% %1 %2
    
    for /F "tokens=*" %%i in ("%ZielRoot%") do (set ZielRoot=%%~i)
    start notepad.exe "%ZielRoot%\%date%\__backup.log"
    rem ---- Backup2.bat ----
    set Rt=%1
    set Pf=%2
    set Zl=%3
    @for /F "tokens=*" %%i in ("%Rt%") do (set Rt=%%~i)
    @for /F "tokens=*" %%i in ("%Pf%") do (set Pf=%%~i)
    @for /F "tokens=*" %%i in ("%Zl%") do (set Zl=%%~i)
    set Quelle=%Rt%\%Pf%
    set Ziel=%Zl%\%date%\%Pf%
    set backuplog="%Zl%\%date%\__backup.log"
    set templog="%Zl%\%date%\__temp.log"
    
    if "%Zl%" == "" goto Fehler1
    if not exist "%Quelle%" goto Fehler1
    if not exist %Zl%\NUL goto Fehler1
    @if exist %templog% del %templog%
    
    md "%Ziel%"
    @echo. >>%backuplog%
    echo Starte Backup: %date% %time% von '%Quelle%' nach '%Ziel%' >>%backuplog%
    if not "%4" == "all" goto notAll
    echo Setze Archivierungsflag fuer alle Dateien >>%backuplog%
    attrib "%Quelle%\*.*" +a /s /d >>%backuplog%
    :notAll
    xcopy "%Quelle%" "%Ziel%" /m /s /v /c /i /f /h /k /y >>%backuplog% 2>&1
    if ERRORLEVEL 1 goto Fehler2
    @md "%Ziel%" 2>nul
    echo Starte Ueberpruefung >>%backuplog%
    start /w windiff.exe -Sdx %templog% -T "%Ziel%" "%Quelle%"
    find "different" %templog% >>%backuplog%
    echo Fertig %date% %time% >>%backuplog%
    @rd "%Ziel%" 2>nul
    @echo. >>%backuplog%
    @del %templog%
    goto Fertig
    
    :Fehler1
    @echo Backup2.bat muss ueber Backup1.bat mit gueltigen Eintraegen aufgerufen werden!
    :Fehler2
    @echo !!!! Fehler mit: '%Quelle%' -- '%Ziel%' !!!! >>%backuplog%
    @echo !!!! Fehler !!!!
    pause !!!! Fehler !!!!
    :Fertig

    Es gibt eine Besonderheit: Das 'xcopy'Kommando meldet unter bestimmten Bedingungen den Fehler "Nicht genügend Arbeitsspeicher", insbesondere dann, wenn die Pfadangaben zu lang sind. Um dies zu vermeiden, sollten Sie besonders vor größeren Kopiervorgängen dem Quell- und dem Zielpfad jeweils ein Laufwerk zuweisen, und beim xcopy-Kommando nur diese Laufwerke verwenden, zum Beispiel so:
    if exist Q:\ goto Fehler
    if exist R:\ goto Fehler
    subst Q: C:\MeinQuellPfad
    subst R: N:\MeinZielPfad
    xcopy Q:\ R:\ /s /v /c /i /f /h /k /y >>backup.log 2>&1
    subst Q: /D
    subst R: /D

    Falls das Zielverzeichnis beim Kopieren als "verstecktes" oder als "Systemverzeichnis" angelegt wird, können Sie es folgendermaßen sichtbar machen:
    attrib -S -H Zielverzeichnis
    oder
    attrib -S -H Zielverzeichnis\*.* /S

    Falls dem Zielverzeichnisnamen automatisch das Datum hinzugefügt werden soll, aber ihr Windows so konfiguriert ist, dass es das Datum nicht im ISO-Format "yyyy-MM-dd", sondern im Format "dd.MM.yyyy" ausgibt, sollten Sie das Datum für den Zielverzeichnisnamen umändern, damit die Verzeichnisnamen chronologisch sortiert sind:
    set _Datum=%date:~6,4%-%date:~3,2%-%date:~0,2%

  36. BartPE

    Falls Ihr PC nicht mehr bootet und Sie die Daten auf der Festplatte retten wollen, oder falls Sie einen Virenscan von einem garantiert nicht verseuchten Boot-Medium aus durchführen wollen, empfiehlt sich die Erstellung einer 'BartPE-CD'.
    Wenn Sie die 'BartPE c't-Edition' von der 'Software-Kollektion 7'-CD aus der c't 2005.23, S. 124, verwenden, erhalten Sie einige nützliche Utillities (z.B. Virenscanner) mit dabei.

    Folgendermaßen erstellen Sie damit eine 'Windows Rettungs-CD':

    1. Öffnen Sie auf der c't-CD die Datei '\software\ctpebld2.zip' mit einem Doppelklick und kopieren Sie den darin enthaltenen Ordner 'ctpebuilder' auf Ihre Festplatte (entweder in die Festplatten-Root, z.B. D:, oder in ein Verzeichnis ohne Leerzeichen im Namen).
    2. Falls Sie mehrere Versuche brauchen, ist es am praktischsten, wenn Sie in dieses Verzeichnis (z.B. ctpebuilder) das Verzeichnis 'i386' Ihrer Windows-XP-Installations-CD kopieren (die Windows-XP-CD muss SP2 bereits enthalten, andernfalls siehe c't-Artikel).
    3. Rufen Sie für einen Update der Virensignaturen bei aktiver Internetverbindung im Verzeichnis ctpebuilder\plugin\app\Bitdefender das Tool 'makebd.cmd' auf.
    4. Fügen Sie im Verzeichnis ctpebuilder\addon weitere benötigte Programme und Tools hinzu.
    5. Fügen Sie im Verzeichnis ctpebuilder\drivers weitere benötigte Treiberverzeichnisse hinzu. Standard-Treiber sind im BartPE enthalten, aber zum Beispiel keine für S-ATA, SCSI und RAID. Zum Beispiel für Netzwerkkarten müssen diese Verzeichnisse .inf, .sys und eventuell weitere Dateien enthalten. Viele Treiber finden Sie unter http://www.ubcd4win.com/downloads.htm. Einige Treiber lassen sich so nicht installieren, siehe dazu unten.
    6. Starten Sie im Verzeichnis ctpebuilder den 'pebuilder.exe' und tragen Sie als 'i386'-Quelle Ihr ctpebuilder-Verzeichnis ein.
    7. Das Ergebnis ist die Datei 'pebuilder.iso' im ctpebuilder-Verzeichnis. Brennen Sie dieses ISO-Image auf eine CD (zum Probieren: CD-RW).

    Folgendermaßen benutzen Sie diese 'Windows Rettungs-CD':

    1. Booten Sie den PC mit dieser CD (siehe "Von CD booten").
    2. Für den Internet-Webbrowser wählen Sie: 'Start' | 'Programme' | 'Netzwerk' | 'Mozilla Firefox'.
    3. Für den Zugriff auf Freigaben anderer PCs im Netzwerk müssen Sie zuerst die Firewall deaktivieren: 'Start' | 'Programme' | 'Netzwerk' | 'Paketfilter wipfw' | 'Ausschalten'. Anschließend aufrufen: 'Start' | 'Speed Commander'.
    4. Für den Virentest wählen Sie: 'Start' | 'Programme' | 'Antivirus' | 'BitDefender'. Für einen Update der Virensignaturen wählen Sie weiter: 'Update' | 'Prüfen' (wenn das nicht funktioniert: Laden Sie die Signaturen in die Root eines USB-Sticks). Vor dem Virenscan sollten Sie in 'Antivirus' in den 'Einstellungen' wählen: 'Primäre Aktion: Benutzer abfragen', 'Sekundäre Aktion: ausschalten' (sonst werden als infiziert verdächtigte Dateien auf die RAM-Disk verschoben und gehen beim Ausschalten verloren).
    5. Spyware, Trojaner und Dialer finden Sie über: 'Start' | 'Programme' | 'Antivirus' | 'Spybot'.
    6. Über 'Start' | 'Programme' | 'Festplatten' | 'Drive Snapshot' können Sie Festplatten-Images erzeugen.

    Einige Treiber lassen sich nicht über das Hinzufügen zum ctpebuilder\drivers-Verzeichnis installieren. Dies gilt zum Beispiel für den Netzwerkanschluss auf dem Motherboard Asus A8N-E mit nVidia nForce4 Chipsatz für AMD Athlon64 CPUs.
    Suchen Sie mit geeigneten Stichworten (z.B. "BartPE nForce4") bei Google. Sie finden zum Beispiel folgende Anleitung:

    1. Im Verzeichnis ctpebuilder\plugin die Unterverzeichnisse ctpebuilder\plugin\NF4\files erzeugen.
    2. Von der Motherboard-Treiber-CD, zum Beispiel Asus nVidia nForce4 Series Rev.99.04, den Inhalt des Treiber-CD-Verzeichnisses Drivers\Chipset\WINXP_2K\Ethernet in das BartPE-Verzeichnis ctpebuilder\plugin\NF4\files kopieren.
    3. Im Verzeichnis ctpebuilder\plugin\NF4 folgende Datei 'NF4.inf' anlegen:

      [Version]
      Signature= "$Windows NT$"
      
      [PEBuilder]
      Name="NIC: Nvidia Nforce4 Integrated Ethernet Driver"
      Enable=1
      Help="nic_nforce4.htm"
      
      [Software.Addreg]
      ; create NetworkCards registry entry since the driver doesn't. This key
      ; is necessary for PE Netconfig to run.
      0x0, "Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\NetworkCards"
      
      [SourceDisksFiles]
      ; just copy the following files from you driver disk to the files folder
      
      ; The driver .sys files must goto the system32\drivers folder
      files\nvnetbus.sys=4,,1
      files\nvnrm.sys=4,,1
      files\nvsnpu.sys=4,,1
      files\nvtcp.sys=4,,1
      files\nvefdxp.sys=4,nvenetfd.sys,1
      
      ; The driver .inf files must goto the inf folder
      files\nvenetfd.inf=20,,1
      files\nvnetbus.inf=20,,1
      
      ; The driver .dll and .exe files must goto the system32 folder
      files\nvunrm.exe=2,,1
      files\bdco1.dll=2,,1
      files\bdco1.dll=2,bdco1ins.dll,1
      files\fdco1.dll=2,,1
      files\fdco1.dll=2,fdco1ins.dll,1
      files\nvconrm.dll=2,,1
      
      [SetValue]
      "txtsetup.sif","BusExtenders.Load","nvnetbus", "nvnetbus.sys"
      "txtsetup.sif","BusExtenders","nvnetbus", """NVIDIA Network Bus Enumerator"",files.nvnetbus,nvnetbus"
      "txtsetup.sif","SourceDisksFiles","nvnetbus.sys", "1,,,,,,,4,1"
      "txtsetup.sif","SourceDisksFiles","nvnrm.sys", "1,,,,,,,4,1"
      "txtsetup.sif","SourceDisksFiles","nvsnpu.sys", "1,,,,,,,4,1"
      "txtsetup.sif","SourceDisksFiles","bdco1ins.dll", "1,,,,,,,2,1"
      "txtsetup.sif","SourceDisksFiles","bdco1.dll", "1,,,,,,,2,1"
      "txtsetup.sif","SourceDisksFiles","nvconrm.dll", "1,,,,,,,2,1"
      "txtsetup.sif","SourceDisksFiles","nvnetbus.inf", "1,,,,,,,20,1"
      "txtsetup.sif","HardwareIdsDatabase","PCI\VEN_10DE&DEV_0086", """nvnetbus"""
      "txtsetup.sif","HardwareIdsDatabase","PCI\VEN_10DE&DEV_008C", """nvnetbus"""
      "txtsetup.sif","HardwareIdsDatabase","PCI\VEN_10DE&DEV_00DF", """nvnetbus"""
      "txtsetup.sif","HardwareIdsDatabase","PCI\VEN_10DE&DEV_0038", """nvnetbus"""
      "txtsetup.sif","HardwareIdsDatabase","PCI\VEN_10DE&DEV_0057", """nvnetbus"""
      "txtsetup.sif","HardwareIdsDatabase","PCI\VEN_10DE&DEV_0269", """nvnetbus"""
      
  37. Umzug auf neuen PC

    Falls Sie auf einen neuen PC umziehen wollen: Sehen Sie sich die Hinweise in der c't 2010-21, ab S. 120, an.




Weitere Themen: andere TechDocs
© 2001-2007 Torsten Horn, Aachen